ANNO LAUTEN

Schöner, gesünder & effektiver Lauten
Ein Leben für die Stimme. Mit 14 Jahren entdeckte Lauten seine Faszination für die Stimme und verfolgt seitdem konsequent den Weg der Erforschung, Entwicklung und Lehre. In unzähligen Vorträgen, Seminaren und Einzelcoachings hat er in den vergangenen 28 Jahren tausenden von Menschen Möglichkeiten aufgezeigt, wirksamer, freudiger und erfolgreicher mit ihrer Stimme zu agieren. Profitieren auch Sie von einem Experten, der mit Stimme und Körper, Herz und Verstand unsere wichtigsten Kommunikationsmittel veredelt: Stimme & Körpersprache.

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Räus­pern – was bedeu­tet das?

Räus­pern – was bedeu­tet das?

Wer kennt es nicht: Das Räus­pern gehört zum Vor­trag wie die Power Point zur Prä­sen­ta­ti­on. Dabei ist mei­ne ers­te Asso­zia­ti­on die eines ange­staub­ten Pro­fes­sors, der mit­hil­fe die­ses unschö­nen Lau­tens die Auf­merk­sam­keit und womög­lich den ihm gebüh­ren­den Respekt ein­for­dern will. Räus­pern klingt schroff und ist kein posi­ti­ves Signal – nicht an die Zuhö­ren­den und nicht an sich selbst. Es ver­mit­telt doch eher „reiß Dich zusam­men“, „ach­tung, jetzt zuhö­ren“ oder so. Es klingt nach Anstren­gung und Dis­zi­plin mit nega­ti­vem Geschmack. Doch was tun? Und wie­so räus­pert man sich über­haupt?

Die Stim­me ist ein Sys­tem. Ein Sys­tem im Kon­text unse­res indi­vi­du­el­len Gesamt­sys­tems. Die­ses wie­der­um ein­ge­bun­den in das gesell­schaft­li­che Sys­tem. Muss ich mich also räus­pern, weiß ich, dass es eine Fehl­span­nung im Sys­tem gibt, die ich jus­tie­ren soll­te, um Schlim­me­res zu ver­mei­den. Eine sinn­vol­le Inter­ven­ti­on kann sein, zu gäh­nen oder auch nur an Gäh­nen zu den­ken. Auch ein impul­si­ves Schnau­ben, ein genüss­li­ches Sum­men oder, wenn´s wirk­lich hart­nä­ckig ist, hus­ten. Es kann sein, dass die Ursa­che für das Räus­per­be­dürf­nis in einer Nacken- oder Rücken­ver­span­nung liegt. Wenn man weiß, dass das stimm­li­che Ergeb­nis nur dann gut sein kann, wenn Kör­per­auf­rich­tung, Atmung und Stimm­ap­pa­rat güns­tig zusam­men wir­ken, ver­steht man leicht, dass wie­der­keh­ren­de Sym­pto­me nicht mit Hus­ten­bon­bons oder Schmerz­mit­teln beho­ben wer­den kön­nen.

Der Bauch – unser emo­tio­na­les Kraft­zen­trum

Häu­fig liegt die Ursa­che für das Fremd­kör­per-Gefühl, wel­ches wir durch ein Räus­pern zu eli­mi­nie­ren trach­ten, gar nicht im Hals, son­dern im Bauch. Ja! Wenn wir uns in einer auf­re­gen­den, brenz­li­gen Situa­ti­on befin­den und ange­spannt sind, schlägt sich die­se Anspan­nung in unse­rer Stim­me nie­der. Die Fes­tig­keit in der Bauch­ge­gend führt zu einer Ver­fes­ti­gung der Keh­le und des Schleims. Um die Ursa­che zu „bekämp­fen“ soll­ten wir also bewusst mit unse­rer Wahr­neh­mung und unse­ren Gefüh­len umge­hen.

Die Par­al­le­le zu ande­ren Appa­ra­ten oder Sys­te­men ist inter­es­sant: Ob Motor, Getrie­be, Netz­werk oder Team. Die lang­fris­ti­ge Leis­tungs­fä­hig­keit der ein­zel­nen Kom­po­nen­te oder Per­son ist immer nur so hoch, wie das abge­stimm­te Zusam­men­spiel. Die Larynx-Posi­ti­on, die Ven­til­span­nung, die Vis­ko­si­tät des Schleims und der Luft­druck wol­len opti­mal ein­ge­stellt sein, um ein über­ra­gen­des Ergeb­nis zu erzie­len. Und das nicht nur stimm­lich, son­dern in Hal­tung, Aus­druck, Inspi­ra­ti­on, Inno­va­ti­on, Spra­che, Kul­tur, um nur eini­ge Aspek­te einer außer­ge­wöhn­li­chen Pro­dukt-Prä­sen­ta­ti­on anzu­rei­ßen.