ANNO LAUTEN

Schöner, gesünder & effektiver Lauten
Ein Leben für die Stimme. Mit 14 Jahren entdeckte Lauten seine Faszination für die Stimme und verfolgt seitdem konsequent den Weg der Erforschung, Entwicklung und Lehre. In unzähligen Vorträgen, Seminaren und Einzelcoachings hat er in den vergangenen 28 Jahren tausenden von Menschen Möglichkeiten aufgezeigt, wirksamer, freudiger und erfolgreicher mit ihrer Stimme zu agieren. Profitieren auch Sie von einem Experten, der mit Stimme und Körper, Herz und Verstand unsere wichtigsten Kommunikationsmittel veredelt: Stimme & Körpersprache.

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Sin­gen in Coro­na-Zei­ten – jetzt erst recht.

Sin­gen in Coro­na-Zei­ten – jetzt erst recht.

Freu­de und Abwehr­kräf­te sind beson­ders wich­tig in die­ser Zeit. Sin­gen ist super, egal ob schräg oder schön, „rich­tig“ oder „falsch“, allei­ne oder mit lie­ben Men­schen. Haupt­sa­che, Du tust es! Frei im Raum tönen, neue oder bekann­te Melo­di­en, laut oder lei­se, mit Gitar­re oder Karao­ke… Mein Cre­do lau­tet: Jeder Mensch kann sin­gen.

Ein­fach sin­gen, egal ob schön oder schräg, allei­ne oder mit ande­ren – denn Sin­gen macht Freu­de, Mut und stärkt die Abwehr­kräf­te!

Die Reak­tio­nen sind recht ver­schie­den, wenn ich pfei­fend und sin­gend auf dem Geh­weg unter­wegs bin. Man­che Leu­te freu­en sich und haben plötz­lich ein Lächeln im Gesicht. Man­che reagie­ren gar nicht und ande­re ahmen mich impul­siv nach, man­che äffen mich nach, weil es sie fas­zi­niert, dass man so etwas machen kann, ohne sich aber aus sich selbst her­aus zu trau­en. Es ist ein­fach nicht üblich – lei­der. Das kannst Du ändern, denn dann sind wir schon zwei. Und viel­leicht kannst Du Dei­ne Freun­de und Fami­lie auch begeis­tern.

Zuge­ge­ben: Es passt nicht immer und man bekommt auch beim Musik­ge­schmack nicht leicht meh­re­re Men­schen unter einen Schirm. Aber das soll­te Dich nicht davon abhal­ten Gele­gen­hei­ten und Frei­räu­men zu fin­den, um es zu tun!

Ich sin­ge ger­ne allei­ne, weil ich dann in mei­nem ganz eige­nen Tem­po, mei­ner Laut­stär­ke und mei­ner Stimm­la­ge frei sin­gen oder auch ein­fach nur tönen kann. Ich muss mich nicht nach ande­ren rich­ten und ein bestimm­tes Lied sin­gen mit Stim­men­ver­tei­lung oder in einer Ton­art, die mir nicht gut liegt.

Und ich sin­ge auch ger­ne gemein­sam mit ande­ren. Mit mei­ner Toch­ter, mei­ner Frau oder mit Kolleg*innen, wenn wir uns auf Lie­der eini­gen kön­nen. Es muss aber in der Gemein­schaft nicht zwin­gend zusam­men gesun­gen wer­den, son­dern auch Karao­ke macht rie­sig Spaß und ist heut­zu­ta­ge so ein­fach: You­Tube oder Spo­ti­fy (o.ä. Anbie­ter) an und nach Lieb­lings­lie­dern in der Karao­ke- oder Instru­men­tal-Ver­si­on suchen. Es gibt tau­sen­de! Und dann reih­um sin­gen. Ein­fach drauf los, sich trau­en und gegen­sei­tig ermu­ti­gen. Es geht um den Spaß, die Freu­de und das gute Gefühl. Wir wol­len ja nicht (unbe­dingt) Stars wer­den. Vie­le Karao­ke-Ver­sio­nen lie­fern auch gleich den Text mit, den man ja nicht immer aus­wen­dig kann, und so kommt man schnell in Stim­mung. Egal ist auch ob trau­rig, wild, roman­tisch oder rockig – jede Art zu sin­gen ist gut, auf die man Lust hat.

Auf die rich­ti­ge Ton­la­ge ach­ten!

Manch­mal liebt man einen Song, der ein­fach zu tief oder (häu­fi­ger) zu hoch ist für die eige­ne Stimm­la­ge. Dann suche nach einer ande­ren Ver­si­on, die für Dich gut sing­bar ist, ohne dass Du Dei­nen Hals ver­renkst und Dich hei­ser singst. Fin­dest Du kei­ne, willst aber den­noch unbe­dingt die­ses Lied sin­gen, dann las­se extre­me Töne und Pas­sa­gen ein­fach weg oder erset­ze sie durch ande­re. Oder Du singst das Lied a cap­pel­la, also ohne Beglei­tung, in Dei­ner per­fek­ten Stimm­la­ge. Das ist viel­leicht nicht ganz befrie­di­gend, aber bes­ser, als Dei­ne Stim­me zu schä­di­gen.

Natür­lich gibt es auch Töne, die man nicht erreicht, weil man es sich ein­fach nicht zutraut und dadurch die Ener­gie blo­ckiert. Man singt zu lei­se oder ver­sucht einen spe­zi­el­len coo­len Sound (Stimm­klang) zu imi­tie­ren und über­for­dert dadurch die Stim­me und wird frü­her oder spä­ter hei­ser. Das ist nicht so schlimm, soll­te aber nicht häu­fi­ger vor­kom­men, damit man sich kei­ne schlech­te Sing­wei­se ange­wöhnt. Auf jeden Fall soll­test Du Dir gestat­ten, auch laut zu sin­gen oder das Ver­feh­len eines (hohen) Tons mit Schma­ckes zu ris­kie­ren, anstatt ihn halb­her­zig oder ver­krampft anzu­ge­hen. Der Leit­spruch lau­tet: Sing wrong, but do it strong!

Ein biss­chen Warm-up, Atem- und Stimm­übun­gen sind natür­lich auch sinn­voll. Das ist genau wie beim Sport. Wenn man untrai­niert und ohne es gewöhnt zu sein eini­ge anspruchs­vol­le Lie­der singt, kann es durch­aus zu stimm­li­cher Erschöp­fung oder Über­an­stren­gung kom­men. Also Atem­übun­gen (sie­he auch wei­ter füh­ren­de Links), Stimm­übun­gen und dann mit ein­fa­chen, leich­ten, geschmei­di­gen Lie­dern anfan­gen und all­mäh­lich zu den anspruchs­vol­len hin­ar­bei­ten.

Du soll­test Dich nach dem Sin­gen immer bes­ser füh­len, als vor­her!

Vor­sicht bei Sing­StarTM für Play­Sta­ti­onTM

Auch das macht Spaß – aber Vor­sicht! Man darf die Bewer­tung nicht ernst neh­men: Wer bei Sing­Star gewinnt ist noch lan­ge kein guter Sän­ger oder eine tol­le Sän­ge­rin. Die Para­me­ter, die dort geprüft wer­den sagen fast nichts über die Qua­li­tät eines Künst­lers, ja noch nicht ein­mal eines aus­ge­reif­ten Hand­wer­kers (par­don, Mund­wer­kers!) aus.

Es geht um das Tref­fen der rich­ti­gen Töne und das Hal­ten der vor­ge­ge­be­nen Dau­er. Die Töne kön­nen aber auch okta­viert sein und ob man in der Pop­mu­sik einen Ton län­ger oder kür­zer hält, ist Inter­pre­ta­ti­ons­sa­che und sagt rein gar nichts dar­über aus, wer bes­ser oder schlech­ter ist im musi­ka­li­schen Sin­ne. Die Gefahr besteht also dar­in, dass man sich nur noch dar­auf fokus­siert, sich dem Sys­tem des Spiels anzu­pas­sen und das gesun­de, freie Sin­gen aus dem Bauch her­aus zu ver­hin­dern.

Es ist also eher sport­lich zu wer­ten, denn musi­ka­lisch. Und wenn man die Bewer­tung nicht so ernst nimmt und sich sel­ber und auch gegen­sei­tig erlaubt, „schlecht“ abzu­schnei­den, und dafür aber mit Gefühl zu sin­gen – dann ist es eine schö­ne Beschäf­ti­gung.

(Play­Sta­ti­on und Sing­Star sind Mar­ken von Sony Com­pu­ter Enter­tain­ment)

Sin­gend gesund: Mehr Mut zur Stim­me

von Dr. Susan­ne Holst

Weih­nachts­lie­der unterm Tan­nen­baum, das hat in vie­len Fami­li­en noch Tra­di­ti­on. Sin­gen im All­tag dage­gen ist out: Volks­wei­sen gel­ten als unmo­dern, ver­ges­sen ist das alte Lied­gut. Selbst bei ange­sag­ten Pop­songs gilt: Vor ande­ren die Stim­me zu erhe­ben, ist den meis­ten pein­lich. Sel­ber sin­gen ist ver­pönt.

Zu Unrecht, denn Sin­gen bringt außer Spaß auch Gesund­heit. Exper­ten kri­ti­sie­ren die Sin­g­ab­sti­nenz in Fami­li­en, Kin­der­gär­ten und Schu­len.

Ein gan­zes Bün­del för­der­li­cher Fol­gen wird ver­schenkt: Die Kopf­durch­blu­tung ver­bes­sert sich beim Sin­gen, der gan­ze Kör­per wird sti­mu­liert. Stimm­bän­der, Lun­ge, Herz, Zwerch­fell, sogar der Becken­bo­den beginnt zu schwin­gen. Die Atmung wird tie­fer und lie­fert mehr Sauer­stoff.

Wer häu­fig län­ger singt, ist aus­ge­gli­che­ner und selbst­be­wuß­ter, kann bes­ser mit Sor­gen und Stress umge­hen. All­tags­sän­ger sind lebens­fro­her und haben häu­fi­ger gute Lau­ne. Sie sind hilfs­be­rei­ter und mehr in Kon­takt mit ihren Mit­men­schen. Schon 20 Minu­ten täg­lich ein Lied­chen träl­lern – egal was und wie gut – das stei­gert die Leis­tungs­fä­hig­keit enorm.

Bei Sor­gen und Trau­er kann Sin­gen Lebens­hil­fe sein. Der Klang der eige­nen Stim­me beru­higt. Das schwin­gen­de Zwerch­fell akti­viert das Son­nen­ge­flecht, das regu­lie­rend auf das auto­no­me Ner­ven­sys­tem ein­wirkt. Wer bei Angst lan­ge genug singt, bekommt wie­der einen kla­ren Kopf und kann ange­mes­sen han­deln.

Bei Schul­kin­dern för­dern Gesang und Musi­zie­ren zudem Schlüs­sel­fä­hig­kei­ten, mit denen es sich leich­ter und bes­ser ler­nen lässt: Krea­ti­vi­tät und Sprach­ge­wandt­heit etwa, Begeis­te­rung und Moti­va­ti­on. Auch Gemein­schaft wird durch Sin­gen unter­stützt, wie im Got­tes­dienst, in Ver­ei­nen oder beim abend­li­chen Schlaf­lied. Die ver­bin­den­de Atmo­sphä­re schafft Nähe, Ruhe und Har­mo­nie.

Also, mehr Mut zur eige­nen Stim­me! Im Auto oder im Bade­zim­mer, beim Wan­dern oder der Haus­ar­beit – ent­ros­ten Sie Ihre Stimm­bän­der, sin­gen Sie [nach den Fei­er­ta­gen] ein­fach wei­ter und sich gesün­der.

Wei­ter füh­ren­de Links zum The­ma:

Atem-Übung in mei­nem Pod­cast-Kanal auf upspeak

Sin­gen und Tan­zen in Zei­ten der Coro­na-Pan­de­mie

Lachen! Ähn­lich gut wie das Sin­gen und auch als Warm-up geeig­net

Sin­gen hat ähn­li­che Wir­kung wie Yoga

Sin­gen sti­mu­liert Immun­sys­tem

Neue Stu­die zeigt: Sin­gen ist gesund

Glücks­er­leb­nis Sin­gen

Musik machen und Sin­gen sind Stim­mungs­auf­hel­ler ohne Neben­wir­kun­gen

Sin­gen stärkt die Abwehr­kräf­te

Copy­right des Arti­kels by Anno Lau­ten 09.04.2020 (außer das Zitat von Susan­ne Holst)