ANNO LAUTEN

Schöner, gesünder & effektiver Lauten
Ein Leben für die Stimme. Mit 14 Jahren entdeckte Lauten seine Faszination für die Stimme und verfolgt seitdem konsequent den Weg der Erforschung, Entwicklung und Lehre. In unzähligen Vorträgen, Seminaren und Einzelcoachings hat er in den vergangenen 28 Jahren tausenden von Menschen Möglichkeiten aufgezeigt, wirksamer, freudiger und erfolgreicher mit ihrer Stimme zu agieren. Profitieren auch Sie von einem Experten, der mit Stimme und Körper, Herz und Verstand unsere wichtigsten Kommunikationsmittel veredelt: Stimme & Körpersprache.

Lautsprecher

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ABC der Stim­me und Busi­ness-Kom­mu­ni­ka­ti­on

In die­sem Glos­sar fin­den Sie mei­ne Defi­ni­tio­nen zu Begrif­fen rund um den The­men-Kom­plex Stim­me, Spra­che, Kom­mu­ni­ka­ti­on.

Das Ver­zeich­nis wird lau­fend ergänzt und aktua­li­siert. Anre­gun­gen, Fra­gen und Kri­tik sind will­kom­men!

A

Artikulation/
Aus­spra­che

Die Aus­spra­che ist eine viel­schich­ti­ge Sache. Pri­mär geht es um die gute Ver­ständ­lich­keit. Zuhö­ren­de und Gesprächs­teil­neh­men­de sol­len den Aus­füh­run­gen der Gedan­ken mühe­los fol­gen kön­nen. Für die­ses Ziel genügt in der Regel eine umgangs­sprach­li­che Artikulation.Wenn jemand einen star­ken Dia­lekt oder Akzent hat und nicht auf die Hoch­spra­che umschal­ten kann, ist es in vie­len Sprech­kon­tex­ten ein Pro­blem. Dann soll­te kon­se­quent an den ent­schei­den­den Lau­ten gear­bei­tet werden!Wer Nach­rich­ten- oder Werbesprecher*in oder Schau­spie­ler wer­den will, muss natür­lich die deut­sche Stan­dard-Lau­tung beherrschen.Eine sehr gute Arti­ku­la­ti­on ver­mit­telt einen kom­pe­ten­ten, gebil­de­ten Ein­druck. Eine über­trie­ben akku­ra­te und deut­li­che Arti­ku­la­ti­on wirkt wie­der­um arro­gant und schafft Distanz.

Es kommt je nach Sprech­si­tua­ti­on dar­auf an, dass man die Sprech­wei­se etwas anpasst, denn schließ­lich sind Stim­me und Spra­che Werk­zeu­ge, um ande­re Men­schen zu errei­chen und zu bewe­gen. Will man sich also nicht nur mit­tei­len, son­dern etwas errei­chen, ist die Arti­ku­la­ti­on rele­vant.

Rein tech­nisch ist die Laut­bil­dung ein Zusam­men­spiel der Arti­ku­la­ti­ons­werk­zeu­ge Lip­pen, Zun­ge, Zäh­ne, Gau­men, Zäpf­chen, Kie­fer und dem Atem-/ Stimm­strom.

Auf­rich­tung Die Grund­vor­aus­set­zung für eine kräf­ti­ge, kraft­vol­le Stim­me ist eine gute Kör­per­auf­rich­tung. Das bedeu­tet, dass die Knie beweg­lich gehal­ten, die Wir­bel­säu­le gestreckt sein soll und der Brust­korb etwas geho­ben und gewei­tet (stolz geschwell­te Brust). Es ist die soge­nann­te phy­sio­lo­gi­sche Grund­hal­tung. Eine Vor­stel­lungs­hil­fe ist hier­zu die Mario­net­te: Stell Dir vor, Du hät­test als Ver­län­ge­rung Dei­ner Wir­bel­säu­le am Kopf eine Schnur. Dar­an wirst Du auf­ge­rich­tet und Dein gesam­tes Ske­lett hängt nun von oben her­ab, anstatt wie ein „Kno­chen­hau­fen“ am Boden zu lie­gen. Eine wei­te­re Hil­fe ist auch der Micro-Pau­se-Zir­kel (sie­he da).

B

Begrü­ßung Die Begrü­ßung ist eine For­ma­lie, die im All­tag häu­fig zur Flos­kel ver­kom­men ist. Dabei geht es um Kon­takt­auf­nah­me, Wert­schät­zung, Aner­ken­nung und Ein­stim­mung. Wenn wir also jede Situa­ti­on wert­schät­zen ‑und das soll­ten wir tun!-, so soll­ten wir auch jede Begrü­ßung auf­rich­tig durch­füh­ren – oder kon­se­quent weg­las­sen. Kei­ne halb­her­zi­ge Flos­kel! Denn die­se ent­wer­tet die Zusam­men­kunft und zieht die Stim­mung run­ter. Gera­de, wenn wir Ver­ant­wor­tung über­neh­men, spe­zi­ell in der Gesprächs­füh­rung, Prä­sen­ta­ti­on, Mode­ra­ti­on, soll­ten wir uns immer wie­der klar machen, dass wir posi­ti­ve Ener­gie ein­brin­gen müs­sen, damit etwas in Gang kommt. Das kann sein durch ein Lächeln oder einen län­ge­ren erns­ten Blick; das kann sein durch einen guten Hän­de­druck oder ein aner­ken­nen­des Schul­ter­klop­fen. Auch die Wor­te soll­ten zur Ges­te pas­sen und ernst gemeint sein, ganz gleich ob es ein salop­pes „Hal­lo!“ oder ein förm­li­ches „Guten Tag, mei­ne sehr ver­ehr­ten Damen und Her­ren!“ ist. Schon das bewuss­te Beto­nen oder Aus­tau­schen eines Prä­di­kats macht einen posi­ti­ven Unter­schied!
Blick-Kon­takt Der Blick­kon­takt ist bedeut­sam für eine trag­fä­hi­ge Stim­me und damit unse­re Bot­schaft auch wirk­lich beim Emp­fän­ger ankommt. Unse­re Stim­me und unser Hirn brau­chen ein Ziel, ein Lebe­we­sen, ein Augen­paar, an wel­ches sie ihre Bot­schaft sen­den. Und beim Emp­fän­ger kommt die Bot­schaft am bes­ten an, wenn sie vom sta­bi­len, ver­bind­li­chen Blick­kon­takt getra­gen wird. Erst dann wird eine Aus­sa­ge glaub­wür­dig, gül­tig und wirk­sam. Und das gilt auch vor der Kame­ra, wenn es kei­nen rea­len Blick­wech­sel gibt.

C

Coro­na-Virus/
Covid-19

Dies ist ein Aus­nah­me­zu­stand, in dem wir alle Mut, Freu­de und Gesund­heit drin­gend benö­ti­gen. Und was hilft? Sin­gen!

Sin­gen ist super, egal ob schräg oder schön, „rich­tig“ oder „falsch“, allei­ne oder mit lie­ben Men­schen. Haupt­sa­che, Du tust es! Frei im Raum tönen, neue oder bekann­te Melo­di­en, laut oder lei­se, mit Gitar­re oder Karao­ke…

Mein Cre­do lau­tet: Jeder Mensch kann sin­gen!

D

Dyna­mik

Wahr­schein­lich denkst du als ers­tes an ein sprit­zi­ges Auto, Fuß­ball­spiel oder wirt­schaft­li­ches Wachs­tum. Rich­tig? An Musik? Alles passt.

Im Kon­text des Spre­chens bezeich­ne ich als dyna­mi­sches Spre­chen den sinn- und wir­kungs­vol­len Wech­sel zwi­schen schnell und lang­sam, lei­se und laut, hoch und tief.

Wir alle lie­ben Bewe­gung und Abwechs­lung. Was sich bewegt, ist leben­dig und inter­es­sant. Was sich nicht bewegt, also mono­ton und gleich­för­mig wie­der­holt, ist tot und lang­wei­lig. Es geht also um eine bewegt-bewe­gen­de Sprech­wei­se, die Zuhö­ren­de inter­es­siert, mit­nimmt und schließ­lich dazu ani­miert, mit­zu­ma­chen und Ja zu sagen.

E

Ein­at­men Das Ein­at­men geschieht von selbst. Das macht unser Kör­per auto­ma­tisch. Wir kön­nen nicht ersti­cken, weil wir ver­ges­sen zu atmen. Es ist ein Reflex, der durch das zen­tra­le Ner­ven­sys­tem gesteu­ert wird. Wenn wir absicht­lich Atem holen, also die Lun­ge stark fül­len, ent­steht bei unmit­tel­ba­rem Stimm­ein­satz ein Rück­stau und dadurch ein Druck auf der Stim­me. Inso­fern soll­test du dar­auf ach­ten, dass der Atem frei kommt und geht, so, wie es dein Kör­per will. Durch Angst oder Stress nei­gen wir zu ver­stärk­ter Ein­at­mung (Hoch­at­mung), die uns lei­der mehr belas­tet, als nützt. Kon­zen­trie­re dich daher ver­stärkt auf das Aus­at­men. Das gelingt durch kraft­vol­les Spre­chen oder akti­ves Aus­drü­cken oder Pus­ten.

F

Führung/ Füh­rungs­stil Ich plä­die­re für den koope­ra­ti­ven Füh­rungs­stil. Eigen­ver­ant­wor­tung, Team­geist, Moti­va­ti­on und Krea­ti­vi­tät wer­den stär­ker geför­dert als durch das Ertei­len von Anwei­sun­gen von oben nach unten. Dabei geht es um das Erken­nen und Mode­rie­ren der Poten­zia­le von Mit­ar­bei­ten­den, das Team bei der Ziel­er­rei­chung best­mög­lich zu unter­stüt­zen.
Elmar Bartsch hat den Begriff der koope­ra­ti­ven Rhe­to­rik geprägt. Getreu mei­nem Mot­to „wer spricht, führt“ (und damit mei­ne ich sowohl die münd­li­che wie auch die Kör­per­spra­che) ist es eine Fra­ge der Hal­tung, dass Füh­ren die Koope­ra­ti­on för­dern soll und nicht blin­de Gefolg­schaft. Es geht um das Füh­ren auf Augen­hö­he, um Zuhö­ren, Erken­nen und Aner­ken­nen. Lei­ten, Beglei­ten, Aus­tau­schen, von­ein­an­der ler­nen, um best­mög­li­che Wege zum Unter­neh­mens­er­folg zu fin​den​.So ist es auch mög­lich, dass Mit­ar­bei­ten­de ohne Füh­rungs­po­si­ti­on in Tei­len füh­ren, weil sie an einer bestimm­ten Stel­le die höhe­re Kom­pe­tenz oder einen Füh­rungs­wil­len zei­gen.

G

Gäh­nen Das Gäh­nen ist eine genia­le Ein­rich­tung der Natur. Unser Mus­kel-Sys­tem ist zu Höchst­leis­tun­gen imstan­de und wird oft falsch bean­sprucht: Es kommt zu dau­er­haf­ten Anspan­nun­gen oder so genann­ten Ver­span­nun­gen. Das Gäh­nen führt die Rei­he unse­rer Refle­xe an, die dafür sor­gen, dass wir uns ent­span­nen. Eine Viel­zahl von Mus­keln wird durch das Gäh­nen ange­spannt und im Aus­klang ent­spannt. Dabei wird der Mus­kel­to­nus gesenkt, die Durch­blu­tung ver­bes­sert, der Kehl­kopf gesenkt – also vie­le posi­ti­ve Effek­te!
Daher soll­ten wir das Gäh­nen schät­zen und will­kom­men hei­ßen, wann immer mög­lich. Wir kön­nen es auch pro­vo­zie­ren, indem wir den Mund auf­rei­ßen, bis das Gäh­nen schließ­lich ein­setzt. Und wir kön­nen ande­re damit anste­cken und damit zu einer ent­spann­te­ren Atmo­sphä­re bei­tra­gen.

H

Hal­tung Hal­tung bedeu­tet zwei­er­lei: Die Geis­tes­hal­tung und die Kör­per­auf­rich­tung. Das ist inter­es­sant und macht die Ver­bin­dung von Den­ken und Kör­per­spra­che deut­lich. Wir ver­kör­pern unse­re Über­zeu­gun­gen. Wenn wir eine gebeug­te Hal­tung haben, sind wir in unse­rem Selbst­wert ein­ge­knickt. Ste­hen wir auf­recht, wird uns auch Auf­rich­tig­keit zuge­schrie­ben; man wird uns also eher glau­ben und ver­trau­en. Und es gibt das Gesetz der Wech­sel­wir­kung: Indem wir uns auf­rich­ten, strah­len wir etwas Posi­ti­ves aus, das wirkt zurück und wir sind dar­auf­hin auch inner­lich auf­ge­baut. Sind wir der Über­zeu­gung posi­ti­ve und kon­struk­ti­ve Gedan­ken zu haben, wird unse­re Kör­per­hal­tung straf­fer, stol­zer, auf­rech­ter usw.

I

Mein Lieb­lings­wort Inspi­ra­ti­on hat zwei wesent­li­che Bedeu­tun­gen:

  1. Ein­fall, Geis­tes­blitz, gute Idee oder Ein­ge­bung
  2. Ein­fall, Ein­fluss, das Ein­strö­men des Atems in die Lun­gen

Inspi­ra­ti­on kann man nicht machen, nicht erzwin­gen – man kann sie nur gesche­hen las­sen. Das setzt Ver­trau­en in sich selbst und ins Leben vor­aus und hat etwas mit Los­las­sen zu tun.

Häu­fig sind wir so über­trie­ben im Machen, stren­gen uns der­art an, dass selbst das Ein­at­men zur Arbeit wird. Viel­leicht wird sogar das Spre­chen anstren­gend. Und dann stockt das Den­ken, es kom­men kei­ne krea­ti­ven Gedan­ken und inno­va­ti­ven Ide­en.

Die­se kom­men nur, wenn wir im „Fluss“ sind. Wenn wir ver­bun­den sind mit uns selbst, unse­rer Umwelt, den Mit­men­schen; wenn wir weit­ge­hend angst­frei sind.

Du kennst das sicher: Wenn Du mit wirk­lich guten Freun­den in gelös­ter Atmo­sphä­re bist oder viel­leicht auch beim Jog­gen oder Rad­fah­ren. Nach einer gewis­sen Zeit kom­men die Atmung und die Gedan­ken in einen selbst­ver­ständ­li­chen Ablauf und alles beginnt zu flie­ßen, wird hei­ter und leicht…

Und schon die kleins­te bewuss­te Pau­se kann die­sen Effekt haben: Dass du dich frei­er und woh­ler fühlst. Und selbst im Bewer­bungs­ge­spräch, in der Prä­sen­ta­ti­on oder auf der Büh­ne ver­hilft Dir die Micro-Pau­se® zu bes­se­rem Gedan­ken­fluss, Wohl­be­fin­den, Prä­senz und Wirk­sam­keit.

-Das ABC wird lau­fend fort­ge­setzt-