Das Verzeichnis wird laufend ergänzt und aktualisiert. Anregungen, Fragen und Kritik sind willkommen!
A |
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| Artikulation/ Aussprache |
Die Aussprache ist eine vielschichtige Sache. Primär geht es um die gute Verständlichkeit. Zuhörende und Gesprächsteilnehmende sollten den Ausführungen, den Gedanken der sprechenden Person mühelos folgen können. Für dieses Ziel genügt in der Regel eine umgangssprachliche Artikulation. Wenn jemand einen starken Dialekt oder Akzent hat und nicht auf die Hochsprache umschalten kann, ist es in vielen Sprechkontexten ein Problem. Dann sollte konsequent an den entscheidenden Lauten gearbeitet werden! Wer Nachrichten‑, Werbesprecher:in oder Schauspieler:in werden will, muss natürlich die deutsche Standard-Lautung beherrschen. Eine sehr gute Artikulation vermittelt einen kompetenten, gebildeten und korrekten Eindruck. Eine übertrieben akkurate und deutliche Artikulation wirkt wiederum arrogant und schafft Distanz. Es kommt je nach Sprechsituation darauf an, dass man die Sprechweise etwas anpasst, denn schließlich sind Stimme und Sprache Werkzeuge, um andere Menschen zu erreichen und zu bewegen. Will man sich also nicht nur mitteilen, sondern Menschen erreichen, ist die Artikulation höchst relevant. Natürlich ist Sprache und auch ein Dialekt für die meisten Menschen Identität und die von Geburt an erworbene Sprache und Sprechweise zu verlassen, fällt nicht leicht. Viele haben dann das Gefühl, nicht mehr authentisch zu sein. Das ist aber immer auch eine Frage des Umfeldes und der Position, die man anstrebt. Interessant: Menschen, die in ihrem Leben immer viel gereist sind, flüchten mussten oder in verschiedenen Ländern aufgewachsen sind, haben meist eine ganz andere Beziehung zur Sprache und passen sich automatisch oder notgedrungen der neuen Umgebung an – eine vielschichtige Sache eben. Rein technisch ist die Lautbildung ein Zusammenspiel der Artikulationswerkzeuge Lippen, Zunge, Zähne, Gaumen, Zäpfchen, Kiefer und dem Atem-/ Stimmstrom. |
| Aufrichtung |
Die Grundvoraussetzung für eine sonore, kraftvolle Stimme ist eine gute Körperaufrichtung. Das bedeutet, dass die Knie beweglich gehalten, die Wirbelsäule gestreckt sein soll und der Brustkorb etwas gehoben und geöffnet (in Richtung stolz geschwellter Brust). Es ist die sogenannte physiologische Grundhaltung. Eine Vorstellungshilfe ist hierzu die Marionette: Stell dir vor, du hättest als Verlängerung deiner Wirbelsäule am Kopf eine Schnur. Daran wirst du aufgerichtet und dein gesamtes Skelett hängt nun von oben herab, anstatt wie ein „Knochenhaufen“ am Boden zu liegen. Und natürlich hat die Aufrichtung auch etwas mit Körpersprache zu tun – sie ist, genau genommen, bereits eine Aussage, ein Statement. Ein Hängen, Rumhängen, Rumeiern, sich winden vermittelt Schwäche, Unruhe, Unstetigkeit, Unzuverlässigkeit… Eine gute natürliche Aufrichtung hingegen vermittelt Haltung, Aufrichtigkeit, Standhaftigkeit, Zuverlässigkeit, Rückgrat etc. Eine weitere Hilfe ist auch der Micro-Pause-Zirkel (siehe da). |
B |
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| Begrüßung | Die Begrüßung ist eine Formalie, die im Alltag häufig zur Floskel verkommen ist. Dabei geht es um Kontaktaufnahme, Wertschätzung, Anerkennung und Einstimmung. Wenn wir also jede Situation wertschätzen ‑und das sollten wir tun!-, so sollten wir auch jede Begrüßung aufrichtig durchführen – oder konsequent weglassen. Keine halbherzige Floskel! Denn diese entwertet die Zusammenkunft und zieht die Stimmung runter. Gerade, wenn wir Verantwortung übernehmen, speziell in der Gesprächsführung, Präsentation, Moderation, sollten wir uns immer wieder klar machen, dass wir positive Energie einbringen müssen, damit etwas in Gang kommt. Das kann sein durch ein Lächeln oder einen längeren ernsten Blick; das kann sein durch einen guten Händedruck oder ein anerkennendes Schulterklopfen. Auch die Worte sollten zur Geste passen und ernst gemeint sein, ganz gleich ob es ein saloppes „Hallo!“ oder ein förmliches „Guten Tag, meine sehr verehrten Damen und Herren!“ ist. Schon das bewusste Betonen oder Austauschen eines Prädikats macht einen positiven Unterschied! |
| Blick-Kontakt |
Der Blick ist das stärkste und wichtigste Kommunikationsmittel, was wir haben. Blickkontakt ist zudem bedeutsam für eine tragfähige Stimme und damit unsere Botschaft auch wirklich beim Empfänger ankommt. Unsere Stimme und unser Hirn brauchen ein Ziel, ein Lebewesen, ein Augenpaar, an welches sie ihre Botschaft senden. Und bei Empfänger:innen kommt die Botschaft am besten an, wenn sie vom stabilen, verbindlichen Blickkontakt getragen wird. Erst dann wird eine Aussage glaubwürdig, gültig und wirksam. Und das gilt auch vor der Kamera, wenn es keinen realen Blickwechsel gibt. Hier haben wir die Herausforderung, unserem Hirn zu suggerieren, dass wir in ein Augenpaar schauen, obwohl wir in Wirklichkeit in eine kleine schwarze Linse gucken. Der große Vorteil ist dabei, dass wir gleichzeitig in etliche, womöglich Hunderte oder gar Tausende Augen zugleich schauen können, was im echten Raum schlicht unmöglich ist. Schauen wir beim Sprechen in die Linse fühlen sich unsere Zuhörenden persönlich individuell angesehen und das erzeugt eine höhere Aufmerksamkeit und verstärkt unsere Worte um ein Vielfaches. Je nach Beginn, Ende und Dauer des Blickkontakts wird unsere verbale Aussage wesentlich verstärkt oder abgeschwächt. |
C |
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| Corona-Virus/ Covid-19 |
Dies ist ein Ausnahmezustand, in dem wir alle Mut, Freude und Gesundheit dringend benötigen. Und was hilft? Singen! Singen ist super, egal ob schräg oder schön, „richtig“ oder „falsch“, alleine oder mit lieben Menschen. Hauptsache, Du tust es! Frei im Raum tönen, neue oder bekannte Melodien, laut oder leise, mit Gitarre oder Karaoke… Mein Credo lautet: Jeder Mensch kann singen! |
D |
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| Dynamik |
Wahrscheinlich denkst du als erstes an ein spritziges Auto, Fußballspiel oder wirtschaftliches Wachstum. Richtig? An Musik? Alles passt. Im Kontext des Sprechens bezeichne ich als dynamisches Sprechen den sinn- und wirkungsvollen Wechsel zwischen schnell und langsam, leise und laut, hoch und tief. Wir alle lieben Bewegung und Abwechslung. Was sich bewegt, ist lebendig und interessant. Was sich nicht bewegt, also monoton und gleichförmig wiederholt, ist tot und langweilig. Es geht also um eine bewegt-bewegende Sprechweise, die Zuhörende interessiert, mitnimmt und schließlich dazu animiert, mitzumachen und Ja zu sagen. |
E |
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| Einatmen |
Das Einatmen geschieht von selbst. Das macht unser Körper automatisch. Wir können nicht ersticken, weil wir vergessen zu atmen. Es ist ein Reflex, der durch das zentrale Nervensystem gesteuert wird. Wenn wir absichtlich Atem holen, also die Lunge stark füllen, entsteht bei unmittelbarem Stimmeinsatz ein Rückstau und dadurch ein Druck auf der Stimme. Deshalb solltest du darauf achten, dass der Atem frei kommt und geht, so, wie es dein Körper will. Durch Angst oder Stress neigen wir zu verstärkter Einatmung (Hochatmung, flache Atmung), die uns leider mehr belastet, als nützt. Konzentriere dich daher auf das Ausatmen. Das gelingt durch kraftvolles Sprechen oder aktives Ausdrücken oder Pusten. Wenn du in einer wichtigen Situation (Bewerbungsgespräch, Vortrag, Präsentation, Verhandlung etc.) sehr nervös und angespannt bist, kannst du auch ganz lautlos lange ausatmen, während du nicht sprichst. Dadurch verringerst du den Druck auf die Stimme und vertiefst deinen Atem. Das führt direkt (ggf. nach Wiederholung) zu einer psychischen Beruhigung und macht deinen Stimmklang voller. |
F |
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| Führung/ Führungsstil |
Ich plädiere für den kooperativen, interaktiven Führungsstil. Eigenverantwortung, Teamgeist, Motivation und Kreativität werden stärker gefördert als durch das Erteilen von Anweisungen von oben nach unten. Dabei geht es um das Erkennen und Moderieren der Potenziale von Mitarbeitenden und darum, das Team bei der Zielerreichung bestmöglich zu unterstützen. So ist es auch möglich, dass Mitarbeitende ohne Führungsposition in Teilen führen, weil sie an einer bestimmten Stelle die höhere Kompetenz oder einen Führungswillen zeigen. |
G |
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| Gähnen |
Das Gähnen ist eine geniale Einrichtung der Natur. Unser Muskel-System ist zu Höchstleistungen imstande und wird oft schlicht falsch beansprucht: Es kommt zu dauerhaften Anspannungen, zu Verspannungen oder Verkrampfungen. Das Gähnen führt die Reihe unserer Reflexe an, die dafür sorgen, dass wir uns entspannen. Eine Vielzahl von Muskeln wird durch das Gähnen angespannt und im Ausklang entspannt. Dabei wird der Muskeltonus gesenkt, die Durchblutung verbessert, der Kehlkopf gesenkt – also viele positive Effekte! Daher sollten wir das Gähnen schätzen und willkommen heißen, wann immer möglich. Wir können es auch provozieren, indem wir den Mund aufreißen, bis das Gähnen schließlich einsetzt. Und wir können andere damit anstecken und damit zu einer entspannteren Atmosphäre beitragen. |
| Gaumen | |
| Gaumensegel | |
H |
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| Haltung | Haltung bedeutet zweierlei: Die Geisteshaltung und die Körperaufrichtung. Das ist interessant und macht die Verbindung von Denken und Körpersprache deutlich. Wir verkörpern unsere Überzeugungen. Wenn wir eine gebeugte Haltung haben, sind wir in unserem Selbstwert eingeknickt. Stehen wir aufrecht, wird uns auch Aufrichtigkeit zugeschrieben; man wird uns also eher glauben und vertrauen. Und es gibt das Gesetz der Wechselwirkung: Indem wir uns aufrichten, strahlen wir etwas Positives aus, das wirkt zurück und wir sind daraufhin auch innerlich wiederum aufgebaut. Sind wir der Überzeugung positive und konstruktive Gedanken zu haben, wird unsere Körperhaltung straffer, stolzer, aufrechter usw. |
I |
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| Inspiration |
Mein Lieblingswort Inspiration hat zwei wesentliche Bedeutungen:
Inspiration kann man nicht machen, nicht erzwingen – man kann sie nur geschehen lassen. Das setzt Vertrauen in sich selbst und ins Leben voraus und hat etwas mit Loslassen zu tun. Häufig sind wir so übertrieben im Machen, strengen uns derart an, dass selbst das Einatmen zur Arbeit wird. Vielleicht wird sogar das Sprechen anstrengend. Und dann stockt das Denken, es kommen keine kreativen Gedanken und innovativen Ideen. Diese kommen nur, wenn wir im „Fluss“ sind. Wenn wir verbunden sind mit uns selbst, unserer Umwelt, den Mitmenschen; wenn wir weitgehend angstfrei sind. Du kennst das sicher: Wenn Du mit wirklich guten Freunden in gelöster Atmosphäre bist oder vielleicht auch beim Joggen oder Radfahren. Nach einer gewissen Zeit kommen die Atmung und die Gedanken in einen selbstverständlichen Ablauf und alles beginnt zu fließen, wird heiter und leicht… Und schon die kleinste bewusste Pause kann diesen Effekt haben: Dass du dich freier und wohler fühlst. Und selbst im Bewerbungsgespräch, in der Präsentation oder auf der Bühne verhilft Dir die Micro-Pause® zu besserem Gedankenfluss, Wohlbefinden, Präsenz und Wirksamkeit. |
J |
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| Ja |
Anderen Menschen ein JA zu geben ist das Größte, was wir tun können. Ein JA, eine Zustimmung zur Zusammenarbeit, zum Kaufabschluss – oder zu einer Liebesbeziehung. Wir alle wünschen uns dieses JA und investieren meist sehr viel Energie in die Steigerung der Attraktivität unserer Angebote, um dieses JA zu bekommen. Das ist logisch und häufig auch zielführend. Wichtig dabei ist, dass wir uns nicht verausgaben und zu billig verkaufen, nur um dieses JA zu erhalten. Daher hat auch das Nein seine Berechtigung und sollte unbedingt genutzt werden, wenn wir kein klares JA mit gutem Gefühl und aus voller Überzeugung geben können. Wie leicht passiert es dir, dass du dich unter dem Preis verkaufst, der sich für dich gut und richtig anfühlt? Wie stark neigst du dazu, dein Produkt billiger abzugeben, um überhaupt ein JA zu bekommen? Mit deiner Haltung, Stimme und Sprache kommunizierst du dein Anliegen oder Produkt. Die Sprache ist sozusagen die Verpackung. Und hier liegt deine große Chance: Verpacke deine Leistungen hochwertig und du wirst leichter ein JA erhalten! Und zwar zu deinem Preis. Wie? Das zeige ich dir in meinen Videos und Podcast-Beiträgen… |
K |
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| Kommunikation |
Kommunikation ist das A und O im Zusammenleben und ‑arbeiten mit anderen Menschen. Jeder Mensch – ob privat oder geschäftlich – will wissen, wo er dran ist. Häufig wird Kommunikation schwierig, wenn Abhängigkeiten bestehen oder Ängste und Schuldgefühle die Beziehung belasten: Dann wird Kommunikation oft schräg und ausweichend. Man vermeidet eine klare Positionierung oder eine verbindliche Festlegung. Damit kommen wir nur leider nicht weiter – weder in der spezifischen Beziehung, noch im Leben allgemein. Nur wer klar und deutlich mit Menschen auf Augenhöhe spricht, die eigenen Ängste, Sorgen, Nöte kennt (und auch mitteilt), kann tragfähige (Geschäfts-) Beziehungen aufbauen. Das Wort Kommunikation wird sehr vielfältig verwendet und häufig auch für die unpersönliche, einseitige und mediale Vermittlung von Inhalten verwendet. In meinem Sinne ist sie jedoch immer eine Interaktion, also ein Wechselspiel, in welches sich zwei oder mehr Personen mehr oder weniger bewusst und freiwillig begeben. Je klarer und bewusster wir agieren, umso direkter gelangen wir zu unserem Ziel. Als ein Sinnbild für eine Win-win-Kommunikation habe ich für mich das Tennis-Spiel gewählt. Dazu mehr unter T wie Tennis und in meinem YouTube-Video |
L |
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| Lautstärke |
Die Lautstärke bezeichnet die Stärke eines Lautes und nicht etwa Lautheit an sich. Wenn wir unserer Lautung Ausdruck verleihen, können wir das sehr sanft und leicht tun, aber auch sehr intensiv und kraftvoll. Wir sprechen dann von den Gegensätzen leise und laut. Mit unserer Stimme sind wir in der Lage kaum wahrnehmbare Laute zu erzeugen wie auch einen Schalldruck, der uns andere Menschen vom Leib halten kann. Durch die Lautstärke beim Sprechen steuern wir (im Zusammenspiel mit der Stimmfarbe) die Nähe und Distanz zu unseren Gesprächs-Partner*innen. Wir können bewirken, dass Menschen uns räumlich nahe kommen oder sich distanzieren und das funktioniert auch rein auf emotionaler Ebene. Das bedeutet: Wir können auch über Medien, Telefon etc. durch die Stärke und Farbe unserer Stimme darüber entscheiden, ob sich jemand vertraut und wohl mit uns fühlt oder abgegrenzt und abgewiesen. Mehr erfährst du auch in meinem YouTube-Video … |
M |
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| Micro-Pause |
Das Kernelement meiner Arbeit ist die Pause. Die Pause ist der Moment, in welchem wir innerlich schöpfen, also ausholen, um der Intention und dem Impuls folgend unsere Botschaft zu senden. Die Pause ist auch die Zeit, die meine Botschaft benötigt, um beim Empfänger anzukommen. Und sie ist die Zeit, um die Resonanz wahrzunehmen. Um weg vom Monolog, hin zum Dialog zu gelangen. Hunderte Einzelaspekte im Sprechen profitieren von der von mir als Micro-Pause bezeichneten Zeit, die zwischen zwei Aussagen oder Satzteilen liegt. Sie bildet quasi den Rahmen für jedes einzelne Bild, welches wir vermitteln wollen. Sie löst aufgebaute Spannungen in Körper und Denken. Sie vertieft die Atmung, macht die Stimme satter, tragfähiger, ausdauernder, kräftiger, modulationsfähiger. Die Pause strukturiert unser Denken und Sprechen und führt zu mehr Klarheit und Struktur in der Interaktion. Das Hauptmerkmal der Micro-Pause ist mindestens eine Atembewegung. Genauer gesagt: eine Atem-Ausgleichsbewegung oder ausgleichende Einatmung. Der Körper gleicht durch das Lösen der Sprechspannung die beim Sprechen verbrauchte Menge Luft durch eine Gegenbewegung aus und füllt die Lunge optimal ohne sie zu überfüllen. Sieh dir dazu mein Video auf YouTube an. |
N |
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| Nase |
Die Nase ist nicht nur unser Riechorgan, sondern auch Kanal für den Stimmklang. Dieser teilt sich in der Regel auf in den oralen und nasalen Weg. Dabei sorgt die Nase mit ihren Höhlen für eine Verstärkung der Obertöne, welche den Klang brillianter und durchdringender macht. |
| Nuscheln |
Nuscheln nennt man eine nachlässige, unverständliche Aussprache. Worte können teilweise nur durch den Kontext oder auf Nachfrage verstanden werden. Dieses Nuscheln vermittelt dem Gesprächspartner*in Scheu, Schüchternheit oder auch mangelnde Motivation. Wenn jemand beim Sprechen die Zähne nicht auseinander bekommt, vermittelt dies den Eindruck, er wolle etwas hinter’m Berg halten; also nicht mit der ganzen Wahrheit rausrücken. So ist es in mehrfacher Hinsicht eine Zumutung für Menschen, mit denen man in den Austausch gehen will. Oft sind es einzelne Laute, die undeutlich artikuliert werden, manchmal aber auch die Sprechweise insgesamt. In meinem Video zeige ich Dir, wie Du sofort deutlicher sprechen wirst. In meinem YouTube-Video erfährst du mehr… |
O |
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| Ohren |
Die Ohren sind wesentliche Empfänger der Botschaften unserer Gesprächspartner*innen und dienen der Kontrolle unserer eigenen Stimme. In unserer Natur liegt es, dass wir meist lieber senden als empfangen; also lieber sprechen als zuhören. Dabei ist der Schlüssel für einen guten Kontakt und den Aufbau von Glaubwürdigkeit und Vertrauen das Zuhören. Um die Ohren zu spitzen und das Hören zu sensibilisieren, ist es hilfreich, die Ohrmuscheln zu massieren: Mit den Fingerkuppen oder ‑nägeln leicht reiben, drücken, stimulieren. Um die Stimme zu schulen sind wir auf unsere Ohren angewiesen, die uns Aufschluss geben über die Klangqualität und Intonation. |
P |
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| Präsenz |
Langweilig, unkonzentriert, fahrig, schwer nachvollziehbar und unfreundlich. So kommen Inhalt und Person rüber, wenn Du nicht präsent bist. Präsent oder gegenwärtig bedeutet, im Moment des Sprechens auch wirklich in Kontakt mit Dir und den anderen zu sein und das zu meinen, was Du sagst. Viele Menschen denken während sie sprechen darüber nach, was sie als nächstes sagen wollen. Im Gesicht spiegelt sich die Mimik, die schon weiter ist, als das, was akustisch aus dem Mund zu vernehmen ist. Manchmal wirkt man auch einfach gestresst und abwesend. Kein Kontakt, keine Präsenz. Wofür ist Präsenz wichtig? Im Wort Präsentieren steckt es schon drin. Wenn wir nicht gegenwärtig im Augenblick sind, ist eine live-Präsentation für die Katz. Dann kann man besser einen Film zeigen. Das besonders Wertvolle an der persönlichen Präsentation ist ja, dass Menschen mit uns in Kontakt gehen, Fragen stellen und Vertrauen aufbauen können. Keine Präsenz + kein Kontakt = schlechtes Geschäft. Wie Du es besser machst, zeige ich in diesem Video. |
Q |
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| Qualifikation | Eine Qualifikation wird hierzulande meist durch ein Zeugnis oder einen Titel verbrieft und nach außen dargestellt. Diese beziehen sich meist auf eine Ausbildung, ein Studium oder eine Prüfung. Jedoch kann eine Qualifikation auch durch Erfahrung entstehen. Viele Menschen haben sich aufgrund einer Leidenschaft, häufig im privaten Bereich, derart qualifiziert, dass sie Meister in dem Gebiet sind. Die Qualifikation zeigt sich schließlich im souveränen Umgang mit der Materie, der sicheren Ausübung und schließlich auch in der Fähigkeit zur Weitervermittlung. |
R |
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| Räuspern |
Kein Vortrag ohne sich vorher zu räuspern? Es kann zur Marotte werden, das Räuspern. Räuspern ist sehr verbreitet und in der kalten Jahreszeit hat man vielleicht auch häufiger das Bedürfnis, sich von Fremdkörpern oder zähem Schleim zu befreien, der die Stimme belegt. Das ist hin und wieder kein Problem, aber man sollte vorsichtig sein und vermeiden, einen Räusperzwang zu entwickeln. Wenn man sich wiederholt räuspert und dadurch die Stimmlippen (Stimmbänder) strapaziert, kann dies zu einer matten, heiseren Stimme führen. Wenn man es über einen längeren Zeitraum tut, so kann sich die Stimme auch entzünden, Sekret wird gebildet und der Räusperdrang nimmt weiter zu. Das kann zu anstrengendem Sprechen, zu Stimmaussetzern und Stimmversagen führen. Im schlimmsten Fall zur Knötchenbildung und Aphonie. Das erfordert eine langwierige Therapie oder gar eine Operation. Besser also: Vorbeugen. Es fängt schon mit der Nahrung an: Das Beste für unsere Stimme ist warmes Wasser. Ohne Zusätze. Auch ohne Kohlensäure. Schließlich ist auch Kohlensäure eine Säure und sicher kennst Du die Schleimverdickung nachdem Du eine heiße Zitrone, ein Glas Milch oder Kaffee mit Milch getrunken hast. Auch andere Milchprodukte und die meisten Getränke wirken sich ungünstig auf die Schleim-Viskosität aus. Du solltest daher unmittelbar vor und während eines intensiven Stimmeinsatzes nur stilles Wasser trinken. Und es gibt noch weitere interessante Ursachen für das Gefühl, sich räuspern zu müssen, und Tipps, was hilft: Sieh dir mein Video auf YouTube an… |
S |
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| Schlagfertigkeit |
Irritiert, getroffen, verletzt, aus der Bahn geworfen, roten Faden verloren, Fassung verloren, Angstschweiß, Panik… Die natürliche Reaktion auf einen (vermeintlichen) Angriff ist die Einatmung und Erstarrung. Das Denken blockiert, wir wollen weglaufen oder zuschlagen. Beides kommt nicht infrage. Was sofort hilft, ist Bewegung. Innerlich durch atmen und äußerlich zum Beispiel durch einen Schritt, eine Geste oder eine simple Äußerung oder Rückfrage. Die Angst vor der Blamage führt uns zu dem Wunsch, jeden Zweifler und Angreifenden sprachgewandt zum Schweigen zu bringen. Wir fürchten uns vor der eigenen Unzulänglichkeit oder Inkompetenz, vor dem „entdeckt“ werden. Es könnte jemand böse Absichten hegen und uns zu Fall bringen und damit die ganze Präsentation dekonstruieren. Das Wort „Schlag“ impliziert also eine Kampfhandlung und wird gerne als Gegenschlag aufgefasst, der einen Aggressor möglichst elegant niederstrecken soll. Deswegen ist meine Übersetzung des Begriffs Schlagfertigkeit: „Sich in die Lage bringen, weiter spielen zu können“ im Sinne des Tennis-Spiels. Und damit meine ich nicht das harte Profi-Tennis! Ziel jeder Begegnung muss ein Win-win sein. Insofern müssen beide Parteien ein Interesse an einem konstruktiven und fairen Austausch haben. Das ist die Basis für mein Auftreten, meine Präsentation. Und das ist im Zweifel auch meine Referenz, falls sich auf Nachforschung zeigen sollte, dass mich tatsächlich jemand angreifen will. Wo sollte ein solcher Angriff hinführen? Zum gemeinsamen Ziel? Sicher nicht. Vielleicht ist also eine solche Störung der Hinweis darauf, sich nochmal auf ein gemeinsames (Gesprächs-) Ziel zu verständigen?! Nimm den Ball auf und spiel ihn voller Freude und Dankbarkeit zurück. Ausführlicher werde ich in meinem Video auf YouTube … |
| Spielraum |
Das ist meine zweitliebste Metapher. Wir benötigen Spielraum im Körper, in unserer Haltung, unserer Aufrichtung und wir brauchen Spielraum, um Geschäfte zu machen. Wo es keinen Spielraum gibt, gibt es nichts zu verhandeln und somit keinen Fortschritt, keine Zusammenarbeit, keinen Deal. Wenn wir gedanklich festgefahren sind und uns in die Ecke gedrängt fühlen, hilft meist eine innere Bewegung. Unterstützend und leichter kann es sein, zunächst auf körperlicher Ebene eine Bewegung zu machen, um wieder Spielraum zu gewinnen. In Deinem Körper kannst du es sofort beeinflussen: Ob du verkrampft stehst oder etwas locker in den Knien, ob du die Luft anhältst oder tief atmest, ob du deine Hände festklammerst oder voller Tatendrang aktiv in dein Sprechen integrierst – du hast etliche Möglichkeiten. Ideal ist es, wenn du dich körperlich aus deiner Anspannung löst und wahrnimmst, wie sich sogleich dein Atem vertieft. Du merkst vielleicht auch, dass es irgendwo im Körper weitere Blockaden gibt, wo die Spannung zu hoch ist oder du fühlst dich kraftlos, unterspannt. Durch eine bewusste flexible Aufrichtung wird die Atembewegung vollständig, du erlebst eine innere Weite und Freiheit und auch deine Gedanken kommen wieder in Bewegung: Du siehst neue Optionen oder findest Kraft, um deine bisherigen Argumente zu untermauern und zu vertreten. |
| Stehen, Standpunkt |
Niemand will auf der Bühne einen Menschen sehen, der dort möglichst schnell wieder weg will. Egal, welches Bedürfnis wir empfinden: Sitzen, liegen, rauchen, essen, schlafen… Auf der Bühne müssen wir uns so wohl fühlen, dass kein Mensch im Publikum auch nur einmal den Eindruck bekommt, wir wären lieber woanders. Und mit Bühne meine ich Situation: Verkaufsgespräch, Beratung, Bewerbung, Präsentation, Vortrag, Darbietung… Hier ist genau der Ort, wo ich gerade jetzt am liebsten bin. Und nur dann kann ich überzeugen. Einen Standpunkt vertreten = auf einem Punkt stehen und gegen jede Anzweiflung und Anfeindung die eigene Überzeugung halten. Daran gibt es nichts zu rütteln. Das ist überzeugend. Da weiß man, woran man ist. Das gibt Orientierung und Sicherheit. Das wollen Menschen haben. Von Dir. |
T |
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Telefon, telefonieren |
Das Telefon heißt auf Deutsch Fernsprecher und das Telefonieren Fernsprechen. Das sagt uns schon einiges, nämlich dass es ein Sprechen auf Distanz ist unter Verwendung eines Mediums. Im Unterschied zum Fernseher, wo wir gesendete Bilder zu einer bestimmten Sendezeit mit Ton anschauen können, beschränkt sich das Telefonieren auf das Sprechen und Hören – dafür allerdings bidirektional, also interaktiv. Zwei (oder auch mehr) Menschen können miteinander konferieren. Das ist heute Standard, nicht nur, dass jeder Haushalt ein Telefon besitzt, sondern nahezu jedes Individuum mit einem Smartphone ausgestattet ist. Worauf kommt es beim Telefonieren an? Was sollte man beachten? Früher waren Telefone analog, heute sind sie überwiegend digital. Was bedeutet das für das Sprechen? |
U |
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| Der Vokal /U/ hat einen besonderen Effekt: Er senkt den Kehlkopf. Dadurch vergrößert sich der primäre Klangraum im Rachen wodurch dieser Laut dunkel klingt. Dieser Vorgang hat wiederum den Effekt, dass sich die Atmung vertieft, wenn man ein /U/ lange anhält. Bereits der Gedanke an /U/ genügt, um diesen Atem vertiefenden Effekt zu erzielen. Solltest du in einem Gespräch oder einer Präsentation wahrnehmen, dass deine Stimme eng wird und angestrengt oder kratzig klingen, kann ein stilles /U/ dazu führen, dass die Stimme wieder frei und voll tönt und deine Atmung tiefer und ruhiger wird. | |
V |
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| Velum | siehe Gaumensegel |
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Video |
Ein Film oder Video ist in der Kommunikation heutzutage ein wesentlicher Bestandteil und eine mittlerweile simple und effektive Möglichkeit, eine große Zielgruppe vielfach zu erreichen ohne selbst präsent sein zu müssen. Ein Video kann sich in sozialen Medien verbreiten oder gezielt beworben und verbreitet werden. Entscheidend ist auch hier, dass deine Inhalte überzeugen durch die Art und Weise wie du deine Stimme und Körpersprache einsetzt. Gutes Licht und vor allem ein guter Ton machen ein Video ansprechend. Wenn du durch bewussten Einsatz von Blickkontakt und Sprechpausen deine Botschaft in die Kamera sendest, wirst du viele Menschen erreichen und bewegen können. |
W |
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Warten |
Warten kann sehr nervtötend sein. Manchmal ärgere ich mich, wenn ich warten muss – besonders mit dem Auto im Verkehrsstau. Meist nutze ich die Zeit, um ein paar Übungen zu machen, indem ich mir einen Podcast, ein Hörbuch oder Aufzeichnungen anschaue oder ‑höre mit Themen, die mich beschäftigen, wo ich mich weiter entwickeln möchte. Wann immer es die Umgebung und Situation erlauben, mache ich ein paar Atem- und Stimmübungen, gähne, summe, lache und mache mir positive Gedanken dabei, denn: Wir haben es selbst in der Hand! Lachen ist gesund und selbst eine knappe Minute lächeln führt bereits zur Ausschüttung von Glückshormonen. Nutze die nächste Wartezeit für deine Stimme und dein Wohlbefinden 🙂 |
XYZ |
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Zähne |
Die Zähne zählen zu den sogenannten Artikulationswerkzeugen. Sie sind wichtig, um viele Laute zu bilden und dadurch unsere Sprache klar und verständlich zu machen. Zudem resonieren sie beim Klang der Stimme und sorgen mit für einen brillanten Ton. |
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Zunge |
Die Zunge ist ein großer, komplexer Muskel und macht einen Großteil der Arbeit beim Sprechen. Dieses sogenannte Artikulationswerkzeug (in Kooperation mit Zähnen, Gaumen, Gaumensegel, Lippen) formt unseren Klangraum und sorgt dafür, dass bestimmte Frequenzen in unserem Stimmton verstärkt und andere abgedämpft werden. Dadurch sind wir in der Lage, deutlich unterscheidbare Laute zu erzeugen und somit zu sprechen. |
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Zäpfchen |
siehe Gaumensegel |
| -Das ABC wird laufend fortgesetzt- |