ANNO LAUTEN

Schöner, gesünder & effektiver Lauten
Ein Leben für die Stimme. Mit 14 Jahren entdeckte Lauten seine Faszination für die Stimme und verfolgt seitdem konsequent den Weg der Erforschung, Entwicklung und Lehre. In unzähligen Vorträgen, Seminaren und Einzelcoachings hat er in den vergangenen 28 Jahren tausenden von Menschen Möglichkeiten aufgezeigt, wirksamer, freudiger und erfolgreicher mit ihrer Stimme zu agieren. Profitieren auch Sie von einem Experten, der mit Stimme und Körper, Herz und Verstand unsere wichtigsten Kommunikationsmittel veredelt: Stimme & Körpersprache.

Lautsprecher

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ABC der Stim­me und Business-Kommunikation

In die­sem Glos­sar fin­den Sie mei­ne Defi­ni­tio­nen zu Begrif­fen rund um den The­men-Kom­plex Stim­me, Spra­che, Kommunikation.

Das Ver­zeich­nis wird lau­fend ergänzt und aktua­li­siert. Anre­gun­gen, Fra­gen und Kri­tik sind willkommen!

A

Artikulation/
Aussprache

Die Aus­spra­che ist eine viel­schich­ti­ge Sache. Pri­mär geht es um die gute Ver­ständ­lich­keit. Zuhö­ren­de und Gesprächs­teil­neh­men­de sol­len den Aus­füh­run­gen der Gedan­ken mühe­los fol­gen kön­nen. Für die­ses Ziel genügt in der Regel eine umgangs­sprach­li­che Artikulation.Wenn jemand einen star­ken Dia­lekt oder Akzent hat und nicht auf die Hoch­spra­che umschal­ten kann, ist es in vie­len Sprech­kon­tex­ten ein Pro­blem. Dann soll­te kon­se­quent an den ent­schei­den­den Lau­ten gear­bei­tet werden!Wer Nach­rich­ten- oder Werbesprecher*in oder Schau­spie­ler wer­den will, muss natür­lich die deut­sche Stan­dard-Lau­tung beherrschen.Eine sehr gute Arti­ku­la­ti­on ver­mit­telt einen kom­pe­ten­ten, gebil­de­ten Ein­druck. Eine über­trie­ben akku­ra­te und deut­li­che Arti­ku­la­ti­on wirkt wie­der­um arro­gant und schafft Distanz.

Es kommt je nach Sprech­si­tua­ti­on dar­auf an, dass man die Sprech­wei­se etwas anpasst, denn schließ­lich sind Stim­me und Spra­che Werk­zeu­ge, um ande­re Men­schen zu errei­chen und zu bewe­gen. Will man sich also nicht nur mit­tei­len, son­dern etwas errei­chen, ist die Arti­ku­la­ti­on relevant.

Rein tech­nisch ist die Laut­bil­dung ein Zusam­men­spiel der Arti­ku­la­ti­ons­werk­zeu­ge Lip­pen, Zun­ge, Zäh­ne, Gau­men, Zäpf­chen, Kie­fer und dem Atem-/ Stimmstrom.

Auf­rich­tung Die Grund­vor­aus­set­zung für eine kräf­ti­ge, kraft­vol­le Stim­me ist eine gute Kör­per­auf­rich­tung. Das bedeu­tet, dass die Knie beweg­lich gehal­ten, die Wir­bel­säu­le gestreckt sein soll und der Brust­korb etwas geho­ben und gewei­tet (stolz geschwell­te Brust). Es ist die soge­nann­te phy­sio­lo­gi­sche Grund­hal­tung. Eine Vor­stel­lungs­hil­fe ist hier­zu die Mario­net­te: Stell Dir vor, Du hät­test als Ver­län­ge­rung Dei­ner Wir­bel­säu­le am Kopf eine Schnur. Dar­an wirst Du auf­ge­rich­tet und Dein gesam­tes Ske­lett hängt nun von oben her­ab, anstatt wie ein „Kno­chen­hau­fen“ am Boden zu lie­gen. Eine wei­te­re Hil­fe ist auch der Micro-Pau­se-Zir­kel (sie­he da).

B

Begrü­ßung Die Begrü­ßung ist eine For­ma­lie, die im All­tag häu­fig zur Flos­kel ver­kom­men ist. Dabei geht es um Kon­takt­auf­nah­me, Wert­schät­zung, Aner­ken­nung und Ein­stim­mung. Wenn wir also jede Situa­ti­on wert­schät­zen ‑und das soll­ten wir tun!-, so soll­ten wir auch jede Begrü­ßung auf­rich­tig durch­füh­ren – oder kon­se­quent weg­las­sen. Kei­ne halb­her­zi­ge Flos­kel! Denn die­se ent­wer­tet die Zusam­men­kunft und zieht die Stim­mung run­ter. Gera­de, wenn wir Ver­ant­wor­tung über­neh­men, spe­zi­ell in der Gesprächs­füh­rung, Prä­sen­ta­ti­on, Mode­ra­ti­on, soll­ten wir uns immer wie­der klar machen, dass wir posi­ti­ve Ener­gie ein­brin­gen müs­sen, damit etwas in Gang kommt. Das kann sein durch ein Lächeln oder einen län­ge­ren erns­ten Blick; das kann sein durch einen guten Hän­de­druck oder ein aner­ken­nen­des Schul­ter­klop­fen. Auch die Wor­te soll­ten zur Ges­te pas­sen und ernst gemeint sein, ganz gleich ob es ein salop­pes „Hal­lo!“ oder ein förm­li­ches „Guten Tag, mei­ne sehr ver­ehr­ten Damen und Her­ren!“ ist. Schon das bewuss­te Beto­nen oder Aus­tau­schen eines Prä­di­kats macht einen posi­ti­ven Unterschied!
Blick-Kon­takt Der Blick­kon­takt ist bedeut­sam für eine trag­fä­hi­ge Stim­me und damit unse­re Bot­schaft auch wirk­lich beim Emp­fän­ger ankommt. Unse­re Stim­me und unser Hirn brau­chen ein Ziel, ein Lebe­we­sen, ein Augen­paar, an wel­ches sie ihre Bot­schaft sen­den. Und beim Emp­fän­ger kommt die Bot­schaft am bes­ten an, wenn sie vom sta­bi­len, ver­bind­li­chen Blick­kon­takt getra­gen wird. Erst dann wird eine Aus­sa­ge glaub­wür­dig, gül­tig und wirk­sam. Und das gilt auch vor der Kame­ra, wenn es kei­nen rea­len Blick­wech­sel gibt.

C

Coro­na-Virus/
Covid-19

Dies ist ein Aus­nah­me­zu­stand, in dem wir alle Mut, Freu­de und Gesund­heit drin­gend benö­ti­gen. Und was hilft? Singen!

Sin­gen ist super, egal ob schräg oder schön, „rich­tig“ oder „falsch“, allei­ne oder mit lie­ben Men­schen. Haupt­sa­che, Du tust es! Frei im Raum tönen, neue oder bekann­te Melo­dien, laut oder lei­se, mit Gitar­re oder Karaoke…

Mein Cre­do lau­tet: Jeder Mensch kann singen!

D

Dyna­mik

Wahr­schein­lich denkst du als ers­tes an ein sprit­zi­ges Auto, Fuß­ball­spiel oder wirt­schaft­li­ches Wachs­tum. Rich­tig? An Musik? Alles passt.

Im Kon­text des Spre­chens bezeich­ne ich als dyna­mi­sches Spre­chen den sinn- und wir­kungs­vol­len Wech­sel zwi­schen schnell und lang­sam, lei­se und laut, hoch und tief.

Wir alle lie­ben Bewe­gung und Abwechs­lung. Was sich bewegt, ist leben­dig und inter­es­sant. Was sich nicht bewegt, also mono­ton und gleich­för­mig wie­der­holt, ist tot und lang­wei­lig. Es geht also um eine bewegt-bewe­gen­de Sprech­wei­se, die Zuhö­ren­de inter­es­siert, mit­nimmt und schließ­lich dazu ani­miert, mit­zu­ma­chen und Ja zu sagen.

E

Ein­at­men Das Ein­at­men geschieht von selbst. Das macht unser Kör­per auto­ma­tisch. Wir kön­nen nicht ersti­cken, weil wir ver­ges­sen zu atmen. Es ist ein Reflex, der durch das zen­tra­le Ner­ven­sys­tem gesteu­ert wird. Wenn wir absicht­lich Atem holen, also die Lun­ge stark fül­len, ent­steht bei unmit­tel­ba­rem Stimm­ein­satz ein Rück­stau und dadurch ein Druck auf der Stim­me. Inso­fern soll­test du dar­auf ach­ten, dass der Atem frei kommt und geht, so, wie es dein Kör­per will. Durch Angst oder Stress nei­gen wir zu ver­stärk­ter Ein­at­mung (Hoch­at­mung), die uns lei­der mehr belas­tet, als nützt. Kon­zen­trie­re dich daher ver­stärkt auf das Aus­at­men. Das gelingt durch kraft­vol­les Spre­chen oder akti­ves Aus­drü­cken oder Pusten.

F

Führung/ Füh­rungs­stil Ich plä­die­re für den koope­ra­ti­ven Füh­rungs­stil. Eigen­ver­ant­wor­tung, Team­geist, Moti­va­ti­on und Krea­ti­vi­tät wer­den stär­ker geför­dert als durch das Ertei­len von Anwei­sun­gen von oben nach unten. Dabei geht es um das Erken­nen und Mode­rie­ren der Poten­zia­le von Mit­ar­bei­ten­den, das Team bei der Ziel­er­rei­chung best­mög­lich zu unterstützen.
Elmar Bartsch hat den Begriff der koope­ra­ti­ven Rhe­to­rik geprägt. Getreu mei­nem Mot­to „wer spricht, führt“ (und damit mei­ne ich sowohl die münd­li­che wie auch die Kör­per­spra­che) ist es eine Fra­ge der Hal­tung, dass Füh­ren die Koope­ra­ti­on för­dern soll und nicht blin­de Gefolg­schaft. Es geht um das Füh­ren auf Augen­hö­he, um Zuhö­ren, Erken­nen und Aner­ken­nen. Lei­ten, Beglei­ten, Aus­tau­schen, von­ein­an­der ler­nen, um best­mög­li­che Wege zum Unter­neh­mens­er­folg zu fin​den​.So ist es auch mög­lich, dass Mit­ar­bei­ten­de ohne Füh­rungs­po­si­ti­on in Tei­len füh­ren, weil sie an einer bestimm­ten Stel­le die höhe­re Kom­pe­tenz oder einen Füh­rungs­wil­len zeigen.

G

Gäh­nen Das Gäh­nen ist eine genia­le Ein­rich­tung der Natur. Unser Mus­kel-Sys­tem ist zu Höchst­leis­tun­gen imstan­de und wird oft falsch bean­sprucht: Es kommt zu dau­er­haf­ten Anspan­nun­gen oder so genann­ten Ver­span­nun­gen. Das Gäh­nen führt die Rei­he unse­rer Refle­xe an, die dafür sor­gen, dass wir uns ent­span­nen. Eine Viel­zahl von Mus­keln wird durch das Gäh­nen ange­spannt und im Aus­klang ent­spannt. Dabei wird der Mus­kel­to­nus gesenkt, die Durch­blu­tung ver­bes­sert, der Kehl­kopf gesenkt – also vie­le posi­ti­ve Effekte!
Daher soll­ten wir das Gäh­nen schät­zen und will­kom­men hei­ßen, wann immer mög­lich. Wir kön­nen es auch pro­vo­zie­ren, indem wir den Mund auf­rei­ßen, bis das Gäh­nen schließ­lich ein­setzt. Und wir kön­nen ande­re damit anste­cken und damit zu einer ent­spann­te­ren Atmo­sphä­re beitragen.

H

Hal­tung Hal­tung bedeu­tet zwei­er­lei: Die Geis­tes­hal­tung und die Kör­per­auf­rich­tung. Das ist inter­es­sant und macht die Ver­bin­dung von Den­ken und Kör­per­spra­che deut­lich. Wir ver­kör­pern unse­re Über­zeu­gun­gen. Wenn wir eine gebeug­te Hal­tung haben, sind wir in unse­rem Selbst­wert ein­ge­knickt. Ste­hen wir auf­recht, wird uns auch Auf­rich­tig­keit zuge­schrie­ben; man wird uns also eher glau­ben und ver­trau­en. Und es gibt das Gesetz der Wech­sel­wir­kung: Indem wir uns auf­rich­ten, strah­len wir etwas Posi­ti­ves aus, das wirkt zurück und wir sind dar­auf­hin auch inner­lich auf­ge­baut. Sind wir der Über­zeu­gung posi­ti­ve und kon­struk­ti­ve Gedan­ken zu haben, wird unse­re Kör­per­hal­tung straf­fer, stol­zer, auf­rech­ter usw.

I

Inspi­ra­ti­on

Mein Lieb­lings­wort Inspi­ra­ti­on hat zwei wesent­li­che Bedeutungen:

  1. Ein­fall, Geis­tes­blitz, gute Idee oder Eingebung
  2. Ein­fall, Ein­fluss, das Ein­strö­men des Atems in die Lungen

Inspi­ra­ti­on kann man nicht machen, nicht erzwin­gen – man kann sie nur gesche­hen las­sen. Das setzt Ver­trau­en in sich selbst und ins Leben vor­aus und hat etwas mit Los­las­sen zu tun.

Häu­fig sind wir so über­trie­ben im Machen, stren­gen uns der­art an, dass selbst das Ein­at­men zur Arbeit wird. Viel­leicht wird sogar das Spre­chen anstren­gend. Und dann stockt das Den­ken, es kom­men kei­ne krea­ti­ven Gedan­ken und inno­va­ti­ven Ideen.

Die­se kom­men nur, wenn wir im „Fluss“ sind. Wenn wir ver­bun­den sind mit uns selbst, unse­rer Umwelt, den Mit­men­schen; wenn wir weit­ge­hend angst­frei sind.

Du kennst das sicher: Wenn Du mit wirk­lich guten Freun­den in gelös­ter Atmo­sphä­re bist oder viel­leicht auch beim Jog­gen oder Rad­fah­ren. Nach einer gewis­sen Zeit kom­men die Atmung und die Gedan­ken in einen selbst­ver­ständ­li­chen Ablauf und alles beginnt zu flie­ßen, wird hei­ter und leicht…

Und schon die kleins­te bewuss­te Pau­se kann die­sen Effekt haben: Dass du dich frei­er und woh­ler fühlst. Und selbst im Bewer­bungs­ge­spräch, in der Prä­sen­ta­ti­on oder auf der Büh­ne ver­hilft Dir die Micro-Pau­se® zu bes­se­rem Gedan­ken­fluss, Wohl­be­fin­den, Prä­senz und Wirksamkeit.

J

Ja

Ande­ren Men­schen ein JA zu geben ist das Größ­te, was wir tun kön­nen. Ein JA, eine Zustim­mung zur Zusam­men­ar­beit, zum Kauf­ab­schluss – oder zu einer Lie­bes­be­zie­hung. Wir alle wün­schen uns die­ses JA und inves­tie­ren meist sehr viel Ener­gie in die Stei­ge­rung der Attrak­ti­vi­tät unse­rer Ange­bo­te, um die­ses JA zu bekom­men. Das ist logisch und häu­fig auch zielführend.

Wich­tig dabei ist, dass wir uns nicht ver­aus­ga­ben und zu bil­lig ver­kau­fen, nur um die­ses JA zu erhal­ten. Daher hat auch das Nein sei­ne Berech­ti­gung und soll­te unbe­dingt genutzt wer­den, wenn wir kein kla­res JA mit gutem Gefühl und aus vol­ler Über­zeu­gung geben können.

Wie leicht pas­siert es dir, dass du dich unter dem Preis ver­kaufst, der sich für dich gut und rich­tig anfühlt? Wie stark neigst du dazu, dein Pro­dukt bil­li­ger abzu­ge­ben, um über­haupt ein JA zu bekommen?

Mit dei­ner Hal­tung, Stim­me und Spra­che kom­mu­ni­zierst du dein Anlie­gen oder Pro­dukt. Die Spra­che ist sozu­sa­gen die Ver­pa­ckung. Und hier liegt dei­ne gro­ße Chan­ce: Ver­pa­cke dei­ne Leis­tun­gen hoch­wer­tig und du wirst leich­ter ein JA erhal­ten! Und zwar zu dei­nem Preis. Wie? Das zei­ge ich dir in mei­nen Vide­os und Podcast-Beiträgen…

K

Kom­mu­ni­ka­ti­on

Kom­mu­ni­ka­ti­on ist das A und O im Zusam­men­le­ben und ‑arbei­ten mit ande­ren Men­schen. Jeder Mensch – ob pri­vat oder geschäft­lich – will wis­sen, wo er dran ist. Häu­fig wird Kom­mu­ni­ka­ti­on schwie­rig, wenn Abhän­gig­kei­ten bestehen oder Ängs­te und Schuld­ge­füh­le die Bezie­hung belas­ten: Dann wird Kom­mu­ni­ka­ti­on oft schräg und aus­wei­chend. Man ver­mei­det eine kla­re Posi­tio­nie­rung oder eine ver­bind­li­che Fest­le­gung. Damit kom­men wir nur lei­der nicht wei­ter – weder in der spe­zi­fi­schen Bezie­hung, noch im Leben allgemein.

Nur wer klar und deut­lich mit Men­schen auf Augen­hö­he spricht, die eige­nen Ängs­te, Sor­gen, Nöte kennt (und auch mit­teilt), kann trag­fä­hi­ge (Geschäfts-) Bezie­hun­gen aufbauen.

Das Wort Kom­mu­ni­ka­ti­on wird sehr viel­fäl­tig ver­wen­det und häu­fig auch für die unper­sön­li­che, ein­sei­ti­ge und media­le Ver­mitt­lung von Inhal­ten ver­wen­det. In mei­nem Sin­ne ist sie jedoch immer eine Inter­ak­ti­on, also ein Wech­sel­spiel, in wel­ches sich zwei oder mehr Per­so­nen mehr oder weni­ger bewusst und frei­wil­lig bege­ben. Je kla­rer und bewuss­ter wir agie­ren, umso direk­ter gelan­gen wir zu unse­rem Ziel. Als ein Sinn­bild für eine Win-win-Kom­mu­ni­ka­ti­on habe ich für mich das Ten­nis-Spiel gewählt. Dazu mehr unter T wie Ten­nis und in mei­nem You­Tube-Video

L

Laut­stär­ke

Die Laut­stär­ke bezeich­net die Stär­ke eines Lau­tes und nicht etwa Laut­heit an sich. Wenn wir unse­rer Lau­tung Aus­druck ver­lei­hen, kön­nen wir das sehr sanft und leicht tun, aber auch sehr inten­siv und kraft­voll. Wir spre­chen dann von den Gegen­sät­zen lei­se und laut. Mit unse­rer Stim­me sind wir in der Lage kaum wahr­nehm­ba­re Lau­te zu erzeu­gen wie auch einen Schall­druck, der uns ande­re Men­schen vom Leib hal­ten kann. Durch die Laut­stär­ke beim Spre­chen steu­ern wir (im Zusam­men­spiel mit der Stimm­far­be) die Nähe und Distanz zu unse­ren Gesprächs-Partner*innen. Wir kön­nen bewir­ken, dass Men­schen uns räum­lich nahe kom­men oder sich distan­zie­ren und das funk­tio­niert auch rein auf emo­tio­na­ler Ebe­ne. Das bedeu­tet: Wir kön­nen auch über Medi­en, Tele­fon etc. durch die Stär­ke und Far­be unse­rer Stim­me dar­über ent­schei­den, ob sich jemand ver­traut und wohl mit uns fühlt oder abge­grenzt und abge­wie­sen. Mehr erfährst du auch in mei­nem You­Tube-Video

M

Micro-Pau­se Das Kern­ele­ment mei­ner Arbeit ist die Pau­se. Die Pau­se ist der Moment, in wel­chem wir inner­lich schöp­fen, also aus­ho­len, um der Inten­ti­on und dem Impuls fol­gend unse­re Bot­schaft zu sen­den. Die Pau­se ist die Zeit, die mei­ne Bot­schaft benö­tigt, um beim Emp­fän­ger anzu­kom­men. Und sie ist die Zeit, um die Reso­nanz wahr­zu­neh­men. Um weg vom Mono­log, hin zum Dia­log zu gelan­gen. Hun­der­te Ein­zel­aspek­te im Spre­chen pro­fi­tie­ren von der von mir als Micro-Pau­se bezeich­ne­ten Zeit, die zwi­schen zwei Aus­sa­gen oder Satz­tei­len liegt. Sie bil­det qua­si den Rah­men für jedes ein­zel­ne Bild, wel­ches wir ver­mit­teln wol­len. Sie löst auf­ge­bau­te Span­nun­gen in Kör­per und Den­ken. Sie ver­tieft die Atmung, macht die Stim­me sat­ter, trag­fä­hi­ger, aus­dau­ern­der, kräf­ti­ger, modu­la­ti­ons­fä­hi­ger. Die Pau­se struk­tu­riert unser Den­ken und Spre­chen und führt zu mehr Klar­heit in der Inter­ak­ti­on. Sieh dir dazu mein Video auf You­Tube an.

N

Nuscheln

Nuscheln nennt man eine nach­läs­si­ge, unver­ständ­li­che Aus­spra­che. Wor­te kön­nen teil­wei­se nur durch den Kon­text oder auf Nach­fra­ge ver­stan­den wer­den. Die­ses Nuscheln ver­mit­telt dem Gesprächspartner*in Scheu, Schüch­tern­heit oder auch man­geln­de Moti­va­ti­on. Wenn jemand beim Spre­chen die Zäh­ne nicht aus­ein­an­der bekommt, ver­mit­telt dies den Ein­druck, er wol­le etwas hinter’m Berg hal­ten; also nicht mit der gan­zen Wahr­heit rausrücken.

So ist es in mehr­fa­cher Hin­sicht eine Zumu­tung für Men­schen, mit denen man in den Aus­tausch gehen will. Oft sind es ein­zel­ne Lau­te, die undeut­lich arti­ku­liert wer­den, manch­mal aber auch die Sprech­wei­se ins­ge­samt. In mei­nem Video zei­ge ich Dir, wie Du sofort deut­li­cher spre­chen wirst. In mei­nem You­Tube-Video erfährst du mehr…

O

Ohren

Die Ohren sind wesent­li­che Emp­fän­ger der Bot­schaf­ten unse­rer Gesprächspartner*innen und die­nen der Kon­trol­le unse­rer eige­nen Stimme.

In unse­rer Natur liegt es, dass wir meist lie­ber sen­den als emp­fan­gen; also lie­ber spre­chen als zuhö­ren. Dabei ist der Schlüs­sel für einen guten Kon­takt und den Auf­bau von Glaub­wür­dig­keit und Ver­trau­en das Zuhö­ren. Um die Ohren zu spit­zen und das Hören zu sen­si­bi­li­sie­ren, ist es hilf­reich, die Ohr­mu­scheln zu mas­sie­ren: Mit den Fin­ger­kup­pen oder ‑nägeln leicht rei­ben, drü­cken, stimulieren.

Um die Stim­me zu schu­len sind wir auf unse­re Ohren ange­wie­sen, die uns Auf­schluss geben über die Klang­qua­li­tät und Intonation.

P

Prä­senz

Lang­wei­lig, unkon­zen­triert, fah­rig, schwer nach­voll­zieh­bar und unfreund­lich. So kom­men Inhalt und Per­son rüber, wenn Du nicht prä­sent bist. Prä­sent oder gegen­wär­tig bedeu­tet, im Moment des Spre­chens auch wirk­lich in Kon­takt mit Dir und den ande­ren zu sein und das zu mei­nen, was Du sagst.

Vie­le Men­schen den­ken wäh­rend sie spre­chen dar­über nach, was sie als nächs­tes sagen wol­len. Im Gesicht spie­gelt sich die Mimik, die schon wei­ter ist, als das, was akus­tisch aus dem Mund zu ver­neh­men ist. Manch­mal wirkt man auch ein­fach gestresst und abwe­send. Kein Kon­takt, kei­ne Präsenz.

Wofür ist Prä­senz wich­tig? Im Wort Prä­sen­tie­ren steckt es schon drin. Wenn wir nicht gegen­wär­tig im Augen­blick sind, ist eine live-Prä­sen­ta­ti­on für die Katz. Dann kann man bes­ser einen Film zei­gen. Das beson­ders Wert­vol­le an der per­sön­li­chen Prä­sen­ta­ti­on ist ja, dass Men­schen mit uns in Kon­takt gehen, Fra­gen stel­len und Ver­trau­en auf­bau­en kön­nen. Kei­ne Prä­senz + kein Kon­takt = schlech­tes Geschäft. Wie Du es bes­ser machst, zei­ge ich in die­sem Video.

Q

Qua­li­fi­ka­ti­on Eine Qua­li­fi­ka­ti­on wird hier­zu­lan­de meist durch ein Zeug­nis oder einen Titel ver­brieft und nach außen dar­ge­stellt. Die­se bezie­hen sich meist auf eine Aus­bil­dung, ein Stu­di­um oder eine Prü­fung. Jedoch kann eine Qua­li­fi­ka­ti­on auch durch Erfah­rung ent­ste­hen. Vie­le Men­schen haben sich auf­grund einer Lei­den­schaft, häu­fig im pri­va­ten Bereich, der­art qua­li­fi­ziert, dass sie Meis­ter in dem Gebiet sind. Die Qua­li­fi­ka­ti­on zeigt sich schließ­lich im sou­ve­rä­nen Umgang mit der Mate­rie, der siche­ren Aus­übung und schließ­lich auch in der Fähig­keit zur Weitervermittlung.

R

Räus­pern

Kein Vor­trag ohne sich vor­her zu räus­pern? Es kann zur Marot­te wer­den, das Räus­pern. Räus­pern ist sehr ver­brei­tet und in der kal­ten Jah­res­zeit hat man viel­leicht auch häu­fi­ger das Bedürf­nis, sich von Fremd­kör­pern oder zähem Schleim zu befrei­en, der die Stim­me belegt. Das ist hin und wie­der kein Pro­blem, aber man soll­te vor­sich­tig sein und ver­mei­den, einen Räus­per­zwang zu ent­wi­ckeln. Wenn man sich wie­der­holt räus­pert und dadurch die Stimm­lip­pen (Stimm­bän­der) stra­pa­ziert, kann dies zu einer mat­ten, hei­se­ren Stim­me füh­ren. Wenn man es über einen län­ge­ren Zeit­raum tut, so kann sich die Stim­me auch ent­zün­den, Sekret wird gebil­det und der Räus­per­drang nimmt wei­ter zu. Das kann zu anstren­gen­dem Spre­chen, zu Stimm­aus­set­zern und Stimm­ver­sa­gen füh­ren. Im schlimms­ten Fall zur Knöt­chen­bil­dung und Apho­nie. Das erfor­dert eine lang­wie­ri­ge The­ra­pie oder gar eine Ope­ra­ti­on. Bes­ser also: Vor­beu­gen. Es fängt schon mit der Nah­rung an: Das Bes­te für unse­re Stim­me ist war­mes Was­ser. Ohne Zusät­ze. Auch ohne Koh­len­säu­re. Schließ­lich ist auch Koh­len­säu­re eine Säu­re und sicher kennst Du die Schleim­ver­di­ckung nach­dem Du eine hei­ße Zitro­ne, ein Glas Milch oder Kaf­fee mit Milch getrun­ken hast. Auch ande­re Milch­pro­duk­te und die meis­ten Geträn­ke wir­ken sich ungüns­tig auf die Schleim-Vis­ko­si­tät aus. Du soll­test daher unmit­tel­bar vor und wäh­rend eines inten­si­ven Stimm­ein­sat­zes nur stil­les Was­ser trin­ken. Und es gibt noch wei­te­re inter­es­san­te Ursa­chen für das Gefühl, sich räus­pern zu müs­sen, und Tipps, was hilft: Sieh dir mein Video auf You­Tube an…

S

Schlag­fer­tig­keit

Irri­tiert, getrof­fen, ver­letzt, aus der Bahn gewor­fen, roten Faden ver­lo­ren, Fas­sung ver­lo­ren, Angst­schweiß, Panik…
Manch­mal nur eine Bemer­kung, eine schwie­ri­ge oder unge­schickt for­mu­lier­te Fra­ge und schon ist es pas­siert. Die ein­fa­che Lösung: Ausatmen!

Die natür­li­che Reak­ti­on auf einen (ver­meint­li­chen) Angriff ist die Ein­at­mung und Erstar­rung. Das Den­ken blo­ckiert, wir wol­len weg­lau­fen oder zuschla­gen. Bei­des kommt nicht infra­ge. Was sofort hilft, ist Bewe­gung. Inner­lich durch atmen und äußer­lich zum Bei­spiel durch einen Schritt, eine Ges­te oder eine simp­le Äuße­rung oder Rückfrage.

Die Angst vor der Bla­ma­ge führt uns zu dem Wunsch, jeden Zweif­ler und Angrei­fen­den sprach­ge­wandt zum Schwei­gen zu brin­gen. Wir fürch­ten uns vor der eige­nen Unzu­läng­lich­keit oder Inkom­pe­tenz, vor dem „ent­deckt“ wer­den. Es könn­te jemand böse Absich­ten hegen und uns zu Fall brin­gen und damit die gan­ze Prä­sen­ta­ti­on dekonstruieren.

Das Wort „Schlag“ impli­ziert also eine Kampf­hand­lung und wird ger­ne als Gegen­schlag auf­ge­fasst, der einen Aggres­sor mög­lichst ele­gant nie­der­stre­cken soll.
Ich bin der Auf­fas­sung, dass die­se Grund­an­nah­me, sowie die Inter­pre­ta­ti­on des Begriffs #Schlag­fer­tig­keit nicht ziel­füh­rend sind. Ich möch­te mich weder auf einen Kriegs­schau­platz bege­ben, noch irgend­wem etwas Böses oder Gemei­nes unterstellen.

Des­we­gen ist mei­ne Über­set­zung des Begriffs Schlag­fer­tig­keit: „Sich in die Lage brin­gen, wei­ter spie­len zu kön­nen“ im Sin­ne des Ten­nis-Spiels. Und damit mei­ne ich nicht das har­te Profi-Tennis!

Ziel jeder Begeg­nung muss ein Win-win sein. Inso­fern müs­sen bei­de Par­tei­en ein Inter­es­se an einem kon­struk­ti­ven und fai­ren Aus­tausch haben. Das ist die Basis für mein Auf­tre­ten, mei­ne Prä­sen­ta­ti­on. Und das ist im Zwei­fel auch mei­ne Refe­renz, falls sich auf Nach­for­schung zei­gen soll­te, dass mich tat­säch­lich jemand angrei­fen will. Wo soll­te ein sol­cher Angriff hin­füh­ren? Zum gemein­sa­men Ziel? Sicher nicht. 

Viel­leicht ist also eine sol­che Stö­rung der Hin­weis dar­auf, sich noch­mal auf ein gemein­sa­mes (Gesprächs-) Ziel zu ver­stän­di­gen?! Nimm den Ball auf und spiel ihn vol­ler Freu­de und Dank­bar­keit zurück.

Aus­führ­li­cher wer­de ich in mei­nem Video auf You­Tube

T

U

V

W

XYZ

-Das ABC wird lau­fend fortgesetzt-